Chardonnay 'R'

Deutschland / Pfalz
Oekonomierat Rebholz, Siebeldingen
Chardonnay
2012

Präsent und dicht in der Nase, deutlich kräutrige Aromen, Pfirsich, etwas Honigmelone und Apfel. Kühl und geradlinig im Mund, absolut reintönige Frucht, sehr feine Säure, zarte Gerbstoffspuren, gute Dichte und Präsenz.

150cl

CHF 80.00 inkl. MWST

Momentan nicht verfügbar

Durch die Senkung und die Verwerfungen des Rheingrabens sowie die starke Hebung des Pfälzer Waldes findet man im Gebiet um Siebeldingen sehr unterschiedliche Bodenverhältnisse vor. Von ganz alten und normal recht tief im Grund liegenden geologische Formationen, wie Rotliegendes, Buntsandstein oder Muschelkalk, bis zu recht „jungen? Böden wie Hangschotter oder Löß. Unsere Chardonnay-Reben wachsen auf Lößböden. Löß wurde als ganz feiner Staub angeweht und sammelte sich, in unterschiedlich dicken Schichten, in Senken. Dies geschah bis zur letzten Eiszeit (Würm), die vor 10 000 Jahren zu Ende ging. Löß ist ein gelblich-hellgrau gefärbter, sehr kalkreicher Schluff. Ein hoher Kalkgehalt im Boden ist eine gute Voraussetzung für große Chardonnay und Burgunder/Pinot!

Nach der selektiven Handlese wurden die Trauben entrappt und nach einer 24-stündigen Maischestandzeit schonend entsaftet. Nach der Vorklärung mittels natürlicher Sedimentation des Mosttrubs folgte die Gärung in überwiegend neuen Barriquefässern aus französischem und Pfälzer Eichenholz. Nach 10-monatiger Lagerung und Reifung im Fass auf der Feinhefe erfolgten im August 2013 Abstich und Flaschenfüllung.

Das Weingut Ökonomierat Rebholz in Siebeldingen an der Deutschen Weinstraße bewirtschaftet 22 Hektar Weinberge auf exzellenten Lagen. Das Gutsgebäude aus dem 16. Jahrhundert, in dem die Familie seit über 100 Jahren lebt und arbeitet, ist auch der Ort, an dem wir unsere Kunden und Gäste empfangen und an dem wir unsere Feste feiern (Veranstaltungen). Unsere besonderen, etwas anderen Weine vom Typ Rebholz verdanken ihre Existenz und ihren Erfolg ganz wesentlich ihrem Terroir, der seit drei Generationen gepflegten Philosophie. Und nicht zuletzt den Menschen, die die Qualität unserer Weine zu schätzen wussten und diese viele Jahre lang kritisch und freundschaftlich begleitet haben. Dass unsere Kunden und Freunde manches Mal mit uns gegen den Strom geschwommen sind, hat uns sehr geholfen.

Ökonomierat Rebholz – ein ganz grosser Name des deutschen Weins, dessen Ansehen eben nicht in der Anpassung an Moden oder bunten Etiketten gründet, sondern in der konsequenten Umsetzung einer Philosophie: Naturwein (Bio-zertifiziert, biodynamisch), die ungeschminkte Repräsentation von Terroir und Jahrgang. Was heute fast schon Pflichtbegriffe in jedem Weinbrief sind, wird bei Rebholz seit Generationen gepflegt, also bereits zu einer Zeit, in der der Verzicht auf Aufzuckerung oder Entsäuerung radikale und riskante Entscheidungen waren. Und noch heute vinifiziert Hans-Jörg Rebholz aus seinen 22 ha Charakterweine, die erhellend und beglückend die unterschiedlichen Terroirs vom Rotliegendem über Muschelkalk und Buntsandstein widerspiegeln. Grandiose, stilvolle, kompromisslose und immer wieder auch unbequeme Weine, die das Herz von Riesling- und Burgunderliebhabern höher schlagen lassen.