Contrada Chiappemacine IGT

Italien / Sicilia
Passopisciaro, Castiglione di Sicilia
Nerello Mascalese
2014

Sehnsucht und Verlangen. Ganz ruhig getragen, die dunkle, satte Beerenfrucht, Cassis, diese tiefe Sehnsucht, verträumte Ruhe und doch innerlich belebend die Gedanken an den anderen, viel grüne Pflanzen, zusammen ein reines, vollkommenes Gefühl, grosse, runde, ruhige Harmonie, nur leicht gebrochen durch den Hauch einer Sorge im Hintergrund, die rauchige, torfige, dunkle Mineralität. Am Gaumen von wunderschöner ruhiger Natur, dunkle Frucht, und immer wieder keimt das Verlangen, vom sanften Glühen bis zu fast feuriger Leidenschaft, die Erinnerung so präsent und detailliert, die vielen Kräuter, leicht medizinal, die dunkle Mineralität, Sehnsucht, Hoffnung, und wieder der Hauch einer Sorge, herb, doch fügt sich am Ende wieder alles zu einer beruhigenden, harmonischen Gewissheit, die lange anhält. Wunderschöner, reicher, ruhiger und schwärmender Nerello Mascalese.

75cl

CHF 45.00 inkl. MWST

Die mindestens 70-jährigen Reben stehen in der Contrada Chiappemacine am Fusse des Ätna, etwa 550m hoch gelegen. Sie wurzeln in verwittertem Lava und Vulkanstein auf einem Untergrund aus Kalkstein. Die Weine sind etwas runder und weicher als die mineralischen, fokussierten Weine aus den höheren Lagen des Weinguts.

Geringe Erträge, sehr selektive Lese und Sortierung von Hand. Temperaturkontrollierte Gärung im Stahltank, malolaktische Gärung und Reifung für 18 Monate in grossen, neutralen Eichenholzfässern.

Andrea Franchetti hat zunächst das Weingut Tenuta di Trinoro in der Toskana gegründet, in hohen, bislang ungenutzten Lagen Weinberge angelegt und mit Bordeaux-Varietäten schnell grossartige, feinsinnige, erotische Weine vinifiziert. Die Einheimischen haben zunächst den Kopf geschüttelt, die Kritiker bald applaudiert. Passopisciaro, gegründet 2001, ist seine zweite Station. Und wieder war Andrea der erste, der das grosse Potential des Ätna in Sizilien erkannt hat. Und wer mit solcher Leidenschaft arbeitet und so Qualitätsbesessen ist – der pflanzt auch neue Reben auf einem aktiven Vulkan. Der Anbau folgt biologischen Grundsätzen ohne Kunstdüngern und Herbiziden. Weltklasse.

Andrea Franchetti ist viel herumgekommen, in die grossen Städte, bis nach New York. In seinen Ferien in der südlichen Toskana hat er sich entschlossen, nicht mehr in sein altes erfolgreiches Leben zurückzukehren und diesen schönen Flecken nicht mehr zu verlassen. Nur, ein triftiger Grund musste her: Weinbau. Zunächst gründete er das Weingut Tenuta di Trinoro. In hohen, bislang ungenutzten Lagen hat er Weinberge angelegt und aus Bordeaux-Varietäten schnell grossartige Weine vinifiziert. Die Einheimischen haben zunächst den Kopf geschüttelt, die Kritiker bald applaudiert. Passopisciaro ist seine zweite Station. Und wieder waren es die Ferien, diesmal 2001, und wieder war Andrea der erste, der das grosse Potential des Ätna in Sizilien erkannt hat, die hohen Lagen, die warmen Tage und die kühlen Nächte, der mineralische Vulkanstein, die gesunden Böden ohne Pestizide, der dicht gepflanzte alte Rebbestand, die lange Vegetationszeit. Franchetti hat die Gelegenheit beim Schopf gepackt, alte Rebberge aufgeforstet, neue angelegt. Und wer mit solcher Leidenschaft arbeitet und so qualitätsbesessen ist – den kann auch ein aktiver Vulkan nicht davon abhalten.

Mit jedem grösseren Vulkanausbruch hat sich ein Lavastrom den Berg hinuntergezogen und über die Jahrhunderte zu einem einzigartigen Terroir entwickelt. Obwohl alle Böden vulkanischen Ursprungs sind, unterscheiden sie sich und die Weine, die darauf wachsen, deutlich. Und das sind beste Voraussetzungen, um aus der einheimischen Nerello Mascalese einerseits komplette lagenübergreifende Weine wie den Passopisciaro, und andererseits eigenständige Individualisten wie die fünf Contrada („Weinberge?) Weine aus den einzelnen Lagen Chiappemacine, Guardiola, Porcaria, Rampante und Sciaranuova zu vinifizieren. Doch das ist nicht alles. Andrea Franchetti hat auch Chardonnay, Cabernet Franc und andere Sorten angepflanzt und keltert daraus herausragende und eigenständige Weine wie den weissen Guardiola (Chardonnay), der in Betontanks reift, und den unvergleichlichen und raren Franchetti, einen reinsortigen Cabernet Franc.

Als er 2001 Passopisciaro (22 ha) gegründet hat, schwamm er gegen den Strom, alle wollten ihre Weinberge verkaufen. Heute schwimmen ihm alle hinterher, am Ätna hat sich eine unglaubliche Dynamik entfaltet und immer mehr fantastische, finessenreiche Weine kommen von diesem Berg. Und die Weine von Passopisciaro sind immer vorne mit dabei, es sind keine lauten Weine, keine Blender, sondern mit Tiefe und Substanz, voller Energie, oft fordernd, immer mitreisend – und das ohne Ausnahme.

Allergene: Enthält Sulfite