Partida Bellvisos DOQ

Spanien / Priorato
René I Sara Viticultors, Gratallops
Cariñena, Garnacha negra
2011

Laureat – strahlt eine feierliche Ruhe aus, gleichermassen in freudiger Erwartung auf die Verleihung und mit dem uneitlen Stolz und Genugtuung, Grosses geschaffen zu haben, ein Lebenswerk, Vermicelles, Nuss, dunkle, feierliche Eleganz, erhaben und geistreich, neben der sehr dunklen Frucht, Beeren, Tee, Lakritze, alles gleichermassen mit dunkler Tiefe, Schiefer, und doch einer strahlenden, gelassenen Eleganz. Am Gaumen mit dunkler Würde begleitet von einer, weichen, sanften, tiefen Ruhe und Freude, viel braune Töne, wie ein reifer Rückblick, der vieles erinnern, aber nicht mehr hart urteilen lässt, Lakritze, Dattel, ein anekdotischer Reichtum an Aromen, die sich lange hinziehen und süss-frisch und feierlich enden, Cassis. Ein grosser, abendfüllender Wein – nicht nur als, sondern auch: statt Begleitung!

75cl

CHF 83.00 inkl. MWST

Die Trauben stammen aus der biologisch bewirtschafteten Lage Els Bellvisos bei Gratallop. Die Böden sind vorwiegend von verwittertem Schiefer geprägt. Das warme Klima und die hohen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht lassen hier Weine mit einer warmen, komplexen Tiefe und mineralischen Eleganz entstehen.

Sehr selektive Lese von Hand. Teilweise Ganztraubenvergärung, teilweise sehr lange Mazeration, Ausbau und Reifung in alten Holzfässern, ungeschwefelt.

Und ein weiteres Projekt dieser bezaubernden Menschen und Weingötter: Sara Pérez (u.a. Mas Martinet und Réne Barbier Jr. (Clos Mogador). Mit einem Siebten Sinn ausgestattet, gelingt es ihnen immer wieder vergessen Lagen aufzuspüren und geradezu «wachzuküssen», Anfang der 200er Partida Pedrer und Partida Bellvisos. Seither erzeugen sie auch aus diesen Laen in Einklang mit der Natur und nach biodynamischen Grundsätzen einmal mehr faszinierende Weine, mit grosse Charakter mit grosser Seele und Eleganz.

Sarah Pérez und René Barbier jr., haben berühmte Eltern. Ihre Väter Josep Luis Pérez und René Barbier haben einst das Priorat mit ihrer grossem Mut und Engagement wiederbelebt und Weinikonen wie den Clos Martinet bzw. den Clos Mogador geschaffen. Doch ihr grösster Verdienst ist die Aufbruchstimmung, die Leidenschaft und Experimentierfreude, die sie dort verbreitet haben. Und das sind auch die Eigenschaften, die einen so verzaubern, wenn man Sara und René bei ihren zahlreichen Projekten begleiten darf. Immer auf der Suche nach einzigartigen Terroirs haben sie neben zahlreichen Projekten im Priorat 1999 Venus La Universal in Montsant ins Leben gerufen.



Es ist nicht lange her, dass Montsant despektierlich als „Priorat für Arme? bezeichnet wurde. In der Zwischenzeit hat sich jedoch herumgesprochen, dass Montsant über exzellente und dem Priorat sehr ähnliche Bedingungen für den Weinbau verfügt. Die Weinberge liegen etwa auf 200 bis 700m über dem Meeresspiegel. Das ist zwar etwas niedriger als im Priorat, dennoch profitiert auch Montsant vom warmen Einfluss des Mittelmeeres und den kalten Winden des Gebirges. Es sind extreme Bedingungen mit hohen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, beste Voraussetzungen für hocharomatische Weine mit viel Finesse. Auch die Bodenstrukturen sind sehr ähnlich. In Montsant liegt an der Oberfläche zwar meist eine ton- und kalkhaltige Schicht. Darunter findet sich jedoch wie im Priorat Granit- und Schiefer. Es darf also nicht verwundern, dass unter den Händen von begnadeten Winzern wie Sara und Réne hier Weine entstehen, die den grossen Vorbildern aus dem Priorat in Sachen aromatischer Reichtum, Frische und Finesse in nichts nachstehen.

Die Qualitätsrevolution ist ohne Pioniere wie Sara und René nicht vorstellbar. Es sind Menschen mit einer unvergleichlichen Offenheit, Interesse und Experimentierfreude. Und ohne diese Bereitschaft, sich auf das Neue und die besonderen Begebenheiten der Natur einzulassen, würde auch das grosse technische Können nicht zum Ziel führen. Auf Venus La Universal werden nicht einfach die erfolgreichen Konzepte der Weingüter im Priorat kopiert. Sara und René würden sogar bestreiten, dass es diese überhaupt gibt. Noch ist zu wenig Zeit seit der Wiederentdeckung dieser Weinregionen vergangen und jedes Jahr bringt neue Herausforderungen mit sich, für die es noch keine Standardlösungen gibt. Hier geht es dabei nicht allein um die Frage, ob die Weine etwas kürzer oder etwas länger in neuen Fässern liegen sollen. Hier geht es vielmehr darum, ob die Wein überhaupt vom Holz profitieren oder sich nicht doch besser in Betontanks oder Tonamphoren entwickeln, und die Antwort kann durchaus jedes Jahr anders ausfallen. Die traumwandlerische Sicherheit, mit der die beiden Jahr für Jahr die richtigen Entscheidungen treffen, hervorragende und immer bessere Weine präsentieren, ist faszinierend und man sollte einfach nur dankbar für diese schönen Weine sein.

Auf Venus La Universal begegnet man der Natur mit grösstem Respekt und setzt konsequent auf den biologischen Weinbau. In der Zwischenzeit wird nicht nur im Weinberg, sondern auch im Keller auf alles Überflüssige und Schädliche verzichtet. Wenn überhaupt werden die Flaschen mit Wachs- und nicht mit Plastikkapseln versehen. Die Trauben für die Weine stammen teilweise von eigenen Rebanlagen und teilweise von Parzellen anderen Familien, die nur mit Venus zusammenarbeiten und sich uneingeschränkt der biologischen Landwirtschaft verpflichten.



Die Weine zeigen eine deutliche feminine Art. So reichhaltig sie auch sind, sie bestechen durch eine selbstverständliche Eleganz und feine Textur und nicht durch Kraft und Volumen. Es ist dieser feminine und je nach Wein lustvoll oder diskret verführerische Charakter, der die Weine zu einem einzigartigen Vergnügen macht.

Allergene: Enthält Sulfite