Rasteau Côtes du Rhône Villages AOC

Frankreich / Rhône
Chapoutier, Tain l'Hermitage
Grenache, Syrah
2013

Crime! Dunkler Charakter, dunkle Beeren, schwarze Johannisbeere, tief, ruhig, dicht und undurchschaubar, wirkt ungebändigt, nicht zum Spassen, Kräuter, Lakritze, Stein, hält sich zunächst diskret im Hintergrund, die grosse Ausstrahlung dennoch unverkennbar, hat das Sagen, zeigt sich nach einiger Zeit vertrauter und generös, süsse reife Frucht, Gewürze. Am Gaumen viel dunkle Frucht, dicht, wieder mächtig und unkontrollierbar, verwegen, pfeffrig, aber selbst kontrolliert, frisch, straff, auch hier mit der Zeit wärmer, gelassener, dann grosser Coup, süsse Frucht, frische und herbe Noten.

75cl

CHF 17.50 inkl. MWST

Die alten Reben bei Vaucluse werden biodynamisch bewirtschaftet. Die Böden sind von Kalk und Mergel geprägt. Das Klima ist mediterran mit heissen, trockenen Sommern. Die Weine zeichnen sich durch eine satte, dunkle und reife Frucht und einen wilden Charakter aus.

Sehr selektive Lese von Hand. Vergärung mit weinbergseigenen Hefen, langsamer Ausbau in Holzbottichen.

M. Chapoutier, ein klingender Name und eine illustre Persönlichkeit. Seit 1990 leitet Michel Chapoutier das 1808 gegründete Weingut und hat sofort und damals revolutionär auf biodynamischen Weinbau umgestellt. Der Erfolg gibt im Recht. Heute ist Chapoutier nicht nur ein Fixstern an der Rhône und am französischen Weinhimmel, er gehört auch zu den wichtigsten internationalen Botschaftern des biodynamischen Weinbaus. Seine raren Spitzenweine aus der Linie Fac & Spera werden Jahr für Jahr mit Lob und Punkte überhäuft und sind weltweit gesucht.

M. Chapoutier, ein klingender Name und eine illustre Persönlichkeit. Michel Chapoutier ist weitgereist, eine Begegnung mit ihm ist wie ein Treffen mit der Welt, ein Charakter mit einer Meinung und dem Mut sie zu vertreten, eigene Wege zu gehen und sich mit Überzeugung und Leidenschaft für eine Sache einzusetzen. Der Erfolg gibt im Recht: Heute ist Chapoutier nicht nur ein Fixstern an der Rhône und am französischen Weinhimmel, er gehört auch zu den wichtigsten Botschaftern des biodynamischen Weinbaus.

Michel hat Ende der 1980er Jahre die Geschicke des Weinguts an sich gezogen. Die Weine verkauften sich damals schlecht und die Qualität war weit entfernt von den Weinen des Grossvaters und auch von Michels Ansprüchen. Er konnte den Niedergang des 1808 gegründeten Weinguts mit seinen uralten und herausragenden Lagen einfach nicht mit ansehen. Was blieb ihm also übrig als entweder das Weingut zu verlassen oder alles an sich zu reisen. Schlussendlich konnte er den Grossvater überzeugen und sich resolut gegen Bruder und Vater durchsetzen. Das Weingut gehörte 1990 ihm, ihm allein.

Ab jetzt ging es steil nach oben. Alle Weinberge, darunter ein unvergleichliche Fülle exzellenter Lagen in Côte-Rôtie, Hermitage und andere Filetstücke, wurden auf biodynamischen Weinbau umgestellt. Die Natur sollte im Gleichgewicht sein, in sich ruhen bei voller Vielfalt und Leben. Was heute in der absoluten Spitze nicht ungewöhnlich ist, ja fast zum guten Ton gehört, war damals revolutionär. Und das war nicht die einzige Veränderung. Für Michel besteht Terroir aus Boden und Mikroklima, dem Jahrgang sowie dem Winzer. Die Vorstellung, dem Wein eine deutliche Handschrift zu geben, gegen den Jahrgang zu arbeiten, zu entsäuern oder aufzuzuckern, das ist ihm völlig fremd. Genauso wie die Vorstellung, grosse Komplexität ist erst durch die Assemblage mehrerer Rebsorten oder Terroirs möglich. Für Michel Chapoutier ist das alles ein Verwässern einer reinen Idee und fehlender Mut zur Individualität. Viele kleine Lagen werden also separat ausgebaut, selbst wenn die produzierten Mengen verschwindend gering sind. Auch auf die Assemblage verschiedener Rebsorten wird bei den grossen Weinen weitgehend verzichtet. Die Côte-Rôtie sind reine Syrah, die weissen Hermitage enthalten keine Roussanne und auch ein Chateauneuf-du-Pape wird aus reinem Grenache vinifiziert.

Michel will nicht um jeden Preis den besten Wein machen. Sein Vision sind Weine, die von ihrer Herkunft, dem Boden und dem Jahresverlauf erzählen. Und gerade deshalb gehören sie Jahr für Jahr zu den besten und spannendsten Vertretern der Rhône und zwar von den Einstiegsweinen aus den Serien Découverte und Tradition, über die gehobenen Prestige-Weine bis zu den famosen Spitzen aus der „Fac & Spera?-Serie (Tun & Hoffen). Es sind einzigartige Weine, voller Vitalität, eigenständig und grossartige Botschafter von Terroir und Rebsorte.

Allergene: Enthält Sulfite