Venus DO

Spanien / Montsant
Venus la Universal, Falset
Cariñena, Garnacha negra, Syrah
2013

Herbe Erotik, Erfahrung, Stil, Dominanz. Verführerisch, fordernd, klare dunkle Frucht, Zwetschgen, feminine Reife, Rundungen und Strenge, geheimnisvolle Dominanz, Lakritze, Leder, leicht torfig. Am Gaumen wieder diese reife, herbe, erotische Eleganz, gebildet und verdorben, wunderbar frische und reife dunkle Frucht, dunkle, weiche Würze, mit viel Klasse, schöner aufrechter Körper, fest und geschmeidig, noble Struktur. Herbe Erotik, stillvoller, zwingender kann Verführung nicht sein.

75cl

CHF 42.00 inkl. MWST

Die alten Grenache und Carignan-Reben wachsen auf kalkhaltigen Lehmböden. Die Parzellen sind tlw. nach Süden und tlw. nach Norden ausgerichtet, was in der Assemblage sehr komplette Weine mit süsser Frucht und Frische ergibt. Der Syrah stammt von granithaltigen Steillagen und verleiht den Weinen eine aristokratische Struktur.

Selektive Lese von Hand. Die teilentrappten, ganzen Beeren werden mit weinbergseigenen Hefen in Holztanks und offenen Holzbottichen vergoren, danach reift der Wein für 20 Monate in grossen 400ol Bottichen und wenigen kleinen 300l Holzfässern.

Venus la Universal wurde 1999 von der begnadeten Önologin Sara Pérez gegründet und heute mit ihrem Mann Rene Barbier jun. geführt. Sie arbeiten in Einklang mit der Natur, der Anbau und Ausbau folgt biodynamischen Grundsätzen (derzeit nicht zertifiziert). Venus la Universal ist eines von zahlreichen faszinierenden Projekten der beiden Winzer, deren Väter mit Mas Martinet und Clos Mogador das Priorat wachgeküsst haben. Sara Pérez und René Barbier jun. schreiben nun das spanische Weinmärchen ihrer legendären Väter mit grösstem Erfolg fort – nicht nur im Priorat, auch in Montsant.

Sarah Pérez und René Barbier jr., haben berühmte Eltern. Ihre Väter Josep Luis Pérez und René Barbier haben einst das Priorat mit ihrer grossem Mut und Engagement wiederbelebt und Weinikonen wie den Clos Martinet bzw. den Clos Mogador geschaffen. Doch ihr grösster Verdienst ist die Aufbruchstimmung, die Leidenschaft und Experimentierfreude, die sie dort verbreitet haben. Und das sind auch die Eigenschaften, die einen so verzaubern, wenn man Sara und René bei ihren zahlreichen Projekten begleiten darf. Immer auf der Suche nach einzigartigen Terroirs haben sie neben zahlreichen Projekten im Priorat 1999 Venus La Universal in Montsant ins Leben gerufen.



Es ist nicht lange her, dass Montsant despektierlich als „Priorat für Arme? bezeichnet wurde. In der Zwischenzeit hat sich jedoch herumgesprochen, dass Montsant über exzellente und dem Priorat sehr ähnliche Bedingungen für den Weinbau verfügt. Die Weinberge liegen etwa auf 200 bis 700m über dem Meeresspiegel. Das ist zwar etwas niedriger als im Priorat, dennoch profitiert auch Montsant vom warmen Einfluss des Mittelmeeres und den kalten Winden des Gebirges. Es sind extreme Bedingungen mit hohen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, beste Voraussetzungen für hocharomatische Weine mit viel Finesse. Auch die Bodenstrukturen sind sehr ähnlich. In Montsant liegt an der Oberfläche zwar meist eine ton- und kalkhaltige Schicht. Darunter findet sich jedoch wie im Priorat Granit- und Schiefer. Es darf also nicht verwundern, dass unter den Händen von begnadeten Winzern wie Sara und Réne hier Weine entstehen, die den grossen Vorbildern aus dem Priorat in Sachen aromatischer Reichtum, Frische und Finesse in nichts nachstehen.

Die Qualitätsrevolution ist ohne Pioniere wie Sara und René nicht vorstellbar. Es sind Menschen mit einer unvergleichlichen Offenheit, Interesse und Experimentierfreude. Und ohne diese Bereitschaft, sich auf das Neue und die besonderen Begebenheiten der Natur einzulassen, würde auch das grosse technische Können nicht zum Ziel führen. Auf Venus La Universal werden nicht einfach die erfolgreichen Konzepte der Weingüter im Priorat kopiert. Sara und René würden sogar bestreiten, dass es diese überhaupt gibt. Noch ist zu wenig Zeit seit der Wiederentdeckung dieser Weinregionen vergangen und jedes Jahr bringt neue Herausforderungen mit sich, für die es noch keine Standardlösungen gibt. Hier geht es dabei nicht allein um die Frage, ob die Weine etwas kürzer oder etwas länger in neuen Fässern liegen sollen. Hier geht es vielmehr darum, ob die Wein überhaupt vom Holz profitieren oder sich nicht doch besser in Betontanks oder Tonamphoren entwickeln, und die Antwort kann durchaus jedes Jahr anders ausfallen. Die traumwandlerische Sicherheit, mit der die beiden Jahr für Jahr die richtigen Entscheidungen treffen, hervorragende und immer bessere Weine präsentieren, ist faszinierend und man sollte einfach nur dankbar für diese schönen Weine sein.

Auf Venus La Universal begegnet man der Natur mit grösstem Respekt und setzt konsequent auf den biologischen Weinbau. In der Zwischenzeit wird nicht nur im Weinberg, sondern auch im Keller auf alles Überflüssige und Schädliche verzichtet. Wenn überhaupt werden die Flaschen mit Wachs- und nicht mit Plastikkapseln versehen. Die Trauben für die Weine stammen teilweise von eigenen Rebanlagen und teilweise von Parzellen anderen Familien, die nur mit Venus zusammenarbeiten und sich uneingeschränkt der biologischen Landwirtschaft verpflichten.



Die Weine zeigen eine deutliche feminine Art. So reichhaltig sie auch sind, sie bestechen durch eine selbstverständliche Eleganz und feine Textur und nicht durch Kraft und Volumen. Es ist dieser feminine und je nach Wein lustvoll oder diskret verführerische Charakter, der die Weine zu einem einzigartigen Vergnügen macht.



Allergene: Enthält Sulfite