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Vitovska "Solo" IGP *A*

Italien / Julisch Venetien
Paolo Vodopivec
Vitovska
2017

Unwirsch, fordernd, fast schon provokativ. Im ersten Moment glasklar, dann wieder wuchtig, fast fleischig. Reifes Steinobst, Agrumen, zermalmter Karst, nasser Stein, getrocknete Blüten. Viskoser Gaumen, frische Säure und gut eingebundener Gerbstoff. Braucht viel Platz und Zeit im grossen Glas und wird sicher auch von einigen weiteren Jahren in der Flasche profitieren. Endet minutenlang in einem betörendem Duftwirbel aus Pfirsich, Nektarinen, salzigem Stein, Kräutern und Blüten.

75 cl

CHF 63.00 inkl. MWST

Einzellagen-Abfüllung. Carso  italienischer Karst. Ein uraltes, verwittertes Kalksteinplateau über der Stadt Triest. Zwischen Adria und Alpen. Mediterran, gleichzeitig aber auch sehr von alpinen kühlen Winden geprägt. Rau und unwirtlich. 10'000 Stöcke pro Hektar. Keine Herbizide und Pestizide.

Entrappt und 6 Monate in Amphoren die im Karst vergraben sind auf den Schalen vergoren und ausgebaut. Dann abgezogen und auf dem Feingeläger für weitere 24 Monate in 30hl fassenden Botti aus slawonischer Eiche ausgebaut. Unfiltriert und nicht geschönt. Minimale Schwefelgabe von 10mg.

Paolo Vodopivec, Mitglied der viniveri Gruppe, ist ein Naturwinzer erster Stunde. Keine 25 Jahre alt, wusste er Mitte der 90-Jahre schon ganz genau, wo seine Reise hingeht. Davon zeugt auch sein für die Ewigkeit gebauter, tief in den harten Karst gehauener Keller: zwei grosse Kreise, eine Acht bildend, im einen die Amphoren, im anderen die 30hl Fässer. Schon seine ersten Jahrgänge Vitovska sorgten international für Furore und Paolo hat sich fortan nur noch der weissen Königin des Karsts gewidmet.

Diese Weine sind der Gipfel dessen, was die Region Carso zu bieten hat: die «Essence Absolue» einer rauen, wilden, wunderschönen Natur und – darüber ist sich die Weinwelt einig – die einprägsamste Interpretation der raren, weissen Sorte Vitovska.

1994, keine 25 Jahre alt, wusste Paolo Vodopivec bereits ganz genau, wohin sein Weg ihn führt. Mit schwerem Gerät bohrte er zwei riesige, kreisrunde Löcher in den Karst, zusammen bilden sie eine Acht, für Unendlichkeit. In einem Kreis ruhen seine Amphoren, weitere 4 Meter tief im Karst vergraben. Im anderen die grossen Holzfässer. Sonst nichts. Der Ort hat etwas sakrales, etwas magisches.

Im Fahrwasser der noch jungen italo-slowenischen Naturwein Bewegung setzte Paolo auf minimale Intervention, die Sorte Vitovska und das einmalige Terroir vor seiner Tür, den Karst. Seit damals hat er an seinen Grundsätzen wenig geändert, geht beharrlich den eingeschlagenen Weg weiter, tüftelt an der perfekten Umsetzung dessen, was er vor dem Haus hat. Ohne Bewässerung, ohne Pestizide und Herbizide, aber mit viel harter Arbeit, denn «die Erde verlangt harte Arbeit, Aufmerksamkeit und Erfahrung, zahlt aber zurück.» und weiter: «Die Prozedur unterliegt dem Gesetz der natürlichen Imperfektion. Die Hand des Menschen soll ausführen, nicht modifizieren!

Die Böden sind karg, der verwitterte Kalkstein kann wenig Wasser halten und produziert rote, eisenhalte Erde - Terra Rossa. Paolo hat sich einzig der weissen Vitovska verschrieben, die er auch die «Königin des Karsts» nennt: eine Kreuzung zwischen der Prosecco und der Malvasia Bianca Lunga. Die Stockdichte auf den 4.5 ha ist mit 10000 Reben/ HA sehr hoch. Paolo weiss, dass sich die Reben so selber regulieren können.

Allergene: Enthält Sulfite