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Rosso "Fuoriluogo"

Italien / Lazio
La Villana
Pinot Noir
2019

Fuori luogo – out of order: Gott sei Dank nicht (hier ist er doch!) aber auch: Gott sei Dank (ausserhalb der Ordnung), genauer genommen, ganz draussen, das ist so ein mystischer Waldschrat, ein Fabelwesen, Fee, Zauberer, Teufel, von allem was, so intensive, geheimnisvolle, gleichzeitig transparente wie volle, dunkle, süsse Frucht, wilde, aromatische Erdbeeren auch dunklere Früchte, ätherisch, Laub und feuchter Boden, das ist so ein mystischer Wald. Am Gaumen so einnehmend geschmeidig und dunkel, bis er neckt und piesackt, raubauzig, leicht trocken und schroff die Tannine in seiner dann wie losgelösten, feenhaften nun helleren Transparenz, endet so leicht mit glasklarer Frucht. Wunderbar Pinot, der ausschert, so bezaubernd fein, so innig, so feist. Ein Wolf im Schafspelz auf dem Etikett - passt!

75 cl

CHF 28.00 inkl. MWST

Norditalien, trockene Winde, viel Sonne, mässige Höhe, nicht zu heiss, sandige, vulkanische Böden - beste Bedingung für die biodynamische Bewirtschaftung und total frische, lebendige Weine!

Lese und Entrappung von Hand. Trauben werden mit den Füssen angequetscht, mehrere Woche Mazeration, Vergärung mit weinbergseigenen Hefen und Ausbau in Kunstharztanks, Reifung für 6 Monate in der Flasche, ungeschönt, ungeschwefelt.

Eigentlich wandert man ja nach Amerika aus, die Neue Welt – aber da war Joy Kull ja schon. Und verheissungsvoll ist umgekehrt für Amerikaner die Alte Welt: Europa! Joy hatte sich im Weinshop des Vaters in Connecticut den Weinvirus eingefangen, musste also dringend nach Italien, wo die Römer waren, Rom also, in 2013, mit Rucksack, nur mal schauen, wie das genau geht mit dem Wein, Praktikum bei Le Coste zwischen Rom und Florenz. Und schon war's um sie geschehen, geblieben, geheiratet, einen Senner und Hirten, und mit der Hilfe einer Freundin 4 ha alte Parzellen erworben und so vor dem Verfall bewahrt, autochthone Rebsorten, biodynamisch bewirtschaftet, kein Scheiss im Weinberg, kein Chichi im Keller, und wenn man die Weine trinkt, die so voller Licht und Luft und Leichtigkeit sind, Neugier und Offenheit, dann fragt man sich, warum man nicht immer alles weglässt, das scheint den Wein ja nur zu beschweren! Weine, die eine helle aber nie banale Freude verströmen – wie die Winzerin selbst. Naturtalente, beide!

Allergene: Enthält Sulfite