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Les Vieux Clos AOC Bio

Frankreich / Loire
La Coulée de Serrant
Chenin Blanc
2019

Verstörend schön. Vom Geruch zum Parfum, faszinierend vielschichtig, Bienenwaben, Blüten, kandierte Früchte, Zimt, Kapern, eine wunderbare Komposition aus unzähligen Teilen. Am Gaumen erhaben, in sich ruhend, weich mit einer warmen Seele,ein reiches Leben, dicht, gelbe, kandierte Früchte, Jod, Stein, herber und doch versöhnlicher Ausklang.

75 cl

CHF 46.00 inkl. MWST

Die Trauben stammen von etwa 30-jährigen Reben von einem teilweise steilen bio- dynamisch bewirtschafteten Weinberg in Savennière.Der Boden ist von Schiefer, Quartz und etwas Sand geprägt.Die Winter sind kalt und hart,die Sommer recht warm. Unter den magischen Händen von Nicolas Joly und seiner Tochter Virginie entstehen hier Weine von betörender Harmonie aus einer ruhigen,tiefen Frucht und mineralischer Struktur.

Temperaturkontrolle, sehr langsame Fermentation und Vergärung mit weinbergs- eigenen Hefen und mehrmonatige Ausbau in gebrauchten Eichenholzfässern. Keine Schönung, sehr geringe Filtration und Schwefelung.

Nicolas Joly war zunächst ein Exot,für manche ein Spinner,für andere jedoch avancierte er zum grossen Idol des biodynamischen Weinbaus.Gerade einmal 40 000 Flaschen erzeugen der weltweit verehrte Joly und seine Tochter in einem guten Jahr, darunter der Coulée de Serrant aus der gleichnamigen Monopollage,der zweifellos zu den ganz grossen Weissweinen gezählt werden muss und seit Jahrhunderten einen exzellenten Ruf besitzt.Einzigartige und unvergleichliche Weine von der Loire.

Zu unseren grössten und schönsten Juwelen gehören die Weine von Nicolas Joly. Gerade einmal 40 000 Flaschen erzeugen der weltweit verehrte Joly und seine Tochter in einem guten Jahr, darunter der Coulée de Serrant, der zweifellos zu den ganz grossen Weissweinen gezählt werden muss. Nicolas Joly hatte zunächst mit viel Erfolg seine Karriere im Banking in New York begonnen und in London vorangetrieben. Doch in den 1970er Jahren konnte er dem Ruf des elterlichen Gutes nicht mehr widerstehen. Insbesondere der legendäre und vollständig in Familienbesitz befindliche Weinberg Coulée de Serrant hatte es ihm angetan. Ein Weinberg, dessen Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht und dessen Weine seit Jahrhunderten grösste Anerkennung geniessen. In den ersten Jahren ging er mit einer pragmatischen und analytisch-technischen Haltung an die Weinberge heran. Wenn es ein Problem gab, dann gab es auch ein Mittel: Dünger, Spritzmittel. Es war die grosse Idee, die wissenschaftshörigen Visionen dieser Zeit, alles ist machbar, alles ist beherrschbar. Nach nur zwei, drei Jahren waren die Folgen zumindest für den wachen und aufmerksamen Nicolas Joly jedoch nicht mehr zu übersehen; das Leben wich aus dem Weinberg. Er begann mit biodynamischen Weinbau zu experimentieren und stellte innerhalb weniger Jahre den gesamtem Betrieb um, das war Anfang der 1980er. Nicolas Joly war zunächst ein Exot, für manche ein Spinner, für andere jedoch avancierte er zum grossen Idol. In der Zwischenzeit hat Joly auch einige Bücher über den biodynamischen Weinbau verfasst, und so trägt er seinen Ansatz in die Welt hinaus – mit grossem Erfolg auch in der absoluten Weinelite, z.B. im Burgund. Auch wenn es heute kaum mehr als eine Floskel ist, hier stimmt es: Bei den Jolys geht die Arbeit im Weinberg über alles, selbst im Keller scheint die Natur und nicht die Technik zu regieren. Hier vertraut man auf seine Arbeit im den Weinbergen und nicht zuletzt den Reben. Auf eine Temperaturkontrolle bei der Vinifikation wird verzichtet und selbstverständlich kommen keine künstlichen Hefen zum Einsatz, schliesslich tragen auch die weinbergseigenen Hefen die Handschrift eines Jahrgangs. Auf dem gesamtem Gut wird auf chemischen Dünger, Spritzmittel und ähnliches verzichtet. Der Dünger stammt von einer kleinen Kuhherde, und Schafe werden statt Unkrautvernichter eingesetzt. In der Zwischenzeit kann Joly in manchen seiner Weinberge sogar auf Kupfer und Schwefel verzichten, ohne den nur wenige und nur die mutigen und unermüdlichen Winzer auskommen. Kupfer ist zwar im biodynamischen Weinbau erlaubt, aber er passt eben nicht recht zur Philosophie von Joly, und dass er nicht unbedingt gut für den Boden ist, das weiss man in der Zwischenzeit auch. Drei Weine – alle, wie in der Appellation vorgeschrieben, aus Chenin Blanc – werden auf dem Château de la Roche aux Moines erzeugt bzw. wie Joly sagen würde: wird bei der Entstehung assistiert. Les Vieux Clos (AOC Savennière), Clos de la Bergerie (Savennières-Roche-aux-Moines) sowie die Monopol-Lage und mit eigener Appelation Clos de la Coulée de Serrant (AOC Coulée de Serrant). Die Weinberge sind vom Schiefer geprägt, was den Weinen eine ungemeine Tiefe und gute Struktur verleiht. Nicolas und Virginie verzichten allerdings darauf, allein die Mineralität in den Vordergrund zu stellen. Die Trauben sollen sehr lange ausreifen und auch etwas Boytritis ist erwünscht. Die Weine strahlen gleichermassen das vitale Leben, den Reichtum und die Harmonie der Natur aus. Sie besitzen eine ruhige, warme und tiefe Frucht, dazu eine Füllhorn an Aromen. Das ist jedoch allenfalls eine Orientierung, denn Jahr für Jahr zeigen sich die Weine von Joly etwas anders. Wo bei vielen anderen Winzern hinter dem Terroir-Gedanken der Jahrgang etwas vergessen ging, dort finden sich hier einzigartige Weine, die beides zum Ausdruck bringen. Das ist ungewohnt und man kommt zunächst aus dem Staunen, dann jedoch aus dem Schwärmen kaum mehr heraus. Man kann sich seinen Erkundungen der betörenden aromatischen Fülle und Vielfalt regelrecht in diesen Weinen verlieren. Das sind einzigartige Weinmomente, die man einfach nicht vergisst.

Allergene: Enthält Sulfite