Vom Vulkan Schlossböckelheimer Riesling trocken

Deutschland / Nahe
Gut Hermannsberg
Riesling
2015

Heldenfigur – vornehm, aufgewühlt, wie Tannhäuser am Venusberg, scheinbar Ruhe, Wiesen und Kräuter, doch so verheissungsvoll die kaum fassbare, vielfältige lockende Frucht, exotisch und Beeren, reich, triebhaft die herbe Frische, helle Aufregung über dem Vulkan, mineralisch, rauchig, Feuerstein – hier kann man sich verzehren. Am Gaumen wieder diese Grösse, Spannung, diese aufgewühlte Fülle, so mineralisch, herb, ringt und findet zur innerer Ruhe, reife, orange Frucht, ferne wärmere Töne, bannen die markant herbe, frische Energie. Was für ein Riesling, wagemutig und so vornehm und erhaben zum Schluss

75cl*

CHF 27.00 inkl. MWST

Die Trauben stammen ausschliesslich von der berühmten Grosse Gewächs-Lage Schlossböckelheimer Kupfergrube mit von Vulkangestein, Melaphyr und Schiefer geprägtem Boden. Der steile, terrassierte Hang ist nach Süden ausgerichtet. Die Weine besitzen eine aristokratische Eleganz

Selektive Lese von Hand. Lange Maischestandzeit der angequetschten Trauben, Spontanvergärung und mehrmonatige Reifung auf der Vollhefe im Stahltank

Das Weingut kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Doch erst als Jens Reidel und Christine Dinse 2009 das Gut übernommen, Karsten Peter zum Kellermeister gemacht und alles auf den Kopf gestellt haben, knüpft man wieder an die glanzvollen Zeiten der 1960er bis 80er Jahre an. Das Gut besitzt ausschliesslich Grosse Gewächs-Lagen und es gibt kaum ein Weingut in Deutschland, das über eine solche Fülle und Vielfalt an Spitzenlagen verfügt. Bereits der Einstiegsriesling zeigt unmissverständlich, dass dieses Potential voll ausgeschöpft wird. Dies ist kein Geheimnis mehr und Gut Hermannsberg wird mit viel Lob, Punkten und Auszeichnungen geradezu überhäuft

Das Weingut kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet, hatte es in den 1960er bis 1980er Jahren als staatliche Weinbaudömäne eine glanzvolle Zeit erlebt und zweifellos zur deutschen Spitze gehört. Doch Glanz und Ruhm der königlich-preussischen Weinbaudomäne waren bald verspielt. Erst seit Jens Reidel und Christine Dinse 2009 das Gut übernommen, Karsten Peter zum Kellermeister und Gutsleiter gemacht und alles vom Kopf auf die Füsse gestellt haben, knüpft das Weingut wieder an die glanzvollen Zeiten an – nun unter neuem Namen: Gut Hermannsberg. Es waren gerade einmal drei Jahrgänge gefüllt, da wurde das Gut für die herausragende Leistung vom Gault-Millau Weinführer bereits zum ?Aufsteiger des Jahres? gekürt.

Doch das ist erst der Anfang. Zur Ruhe wird man sich auf Gut Hermannsberg noch lange nicht setzten. Gerade erfolgt die Umstellung auf biologische Weinbergsarbeit, auch im Keller wird mit grossem Mut experimentiert und werden zum Teil ungeklärte, trübe Moste vergärt. Das ist zwar hoch riskant, doch wenn es gelingt, entstehen betörend aromatische Weine. Natur pur. Und je weniger im Keller eingegriffen wird, desto deutlicher spielen die grossen Lagen ihr ganzes Potential aus. Auf den Einsatz von Reinzuchthefen wird gänzlich verzichtet und alle Weine bekommen viel Zeit auf der Hefe, wobei sie eine tiefe und komplexe Aromatik entwickeln. Wer sich für deutschen Riesling interessiert, der kommt an diesem Vorzeigebetrieb nicht mehr vorbei.

Gut Herrmannsberg besitzt 30 ha Reben ausschliesslich in Grosse Gewächs-Lagen. Es gibt kaum ein Weingut in Deutschland, dass über eine solche Fülle und Vielfalt an Spitzenlagen verfügt. Bei Namen wie Schlossböckelheimer Kupfergrube oder Niederhäuser Hermannsberg schnalzen Rieslingkenner auf der ganzen Welt mit der Zunge. Nicht wenige Experten zählen sie sogar zu den besten Lagen für Riesling überhaupt. Und Jahr für Jahr werden unter der neuen Leitung die Lagenunterschiede deutlicher herausgearbeitet. Selbst der Einstiegsriesling „Just Riesling!? zeigt unmissverständlich das grosse Potential dieser besonderen Terroirs. Dies ist kein Geheimnis mehr und Gut Hermannsberg wird mit viel Lob, Punkten und Auszeichnungen geradezu überhäuft. Doch auch ohne diesen Wirbel: Man muss die Weine einfach lieben.







Allergene: Enthält Sulfite